Characodon garmani


 
zurück
 
Parras-Hochlandkärpfling
(Characodon garmani)

 
syn. -

 
Verbreitung:

Mexiko: Río Mezquital, Río Nazas / Coahuila

 
einheimischer Name: -

 
Größe: ca. 4 cm (Länge) (?)

Aussterbedatum: kurz nach 1895

 
Bei den Hochlandkärpflingen handelt es sich um so genannte lebendgebärende Fische, das heißt nichts anderes, als dass sie keine Eier legen sondern tatsächlich vollständig entwickelte Jungfische zur Welt bringen. Die einzige Ausnahme stellen die beiden Gattungen Crenichthys und Empetrichthys dar, die erst seit 1981 zu dieser Familie gerechnet werden.

~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~

Der Gattung Characodon werden zur Zeit fünf Arten zugeordnet, von denen einige aber noch nicht wissenschaftlich beschrieben sind. Alle Arten der Gattung bewohnen im Freiland Gewässer, die man mit Recht als Pfützen oder Rinnsale bezeichnen könnte. Es dürfte sich hierbei auch durchweg um Reliktvorkommen ehemals weitaus größerer Populationen handeln.

~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~

Der Parras-Hochlandkärpfling wurde im Jahr 1898 beschrieben, er wurde in einem kleinen, in sich geschlossenen Wassersystem, bestehend aus einer Quelle nahe der Ortschaft Labor de Guadaloupe (?) gefunden, sowie der Quellregionen der Flüsse Río Mezquital nahe der Stadt Durango und Río Nazas nahe der Stadt Parras de la Fuente (?). Genauere Angaben sind heute leider nicht mehr möglich, da diese Gewässer in dieser Form nicht mehr existieren.

Die Art muss zur Zeit ihrer Entdeckung noch recht zahlreich vorgekommen sein. In 'The fresh water fishes of Mexico north of the Isthmus of Tehuantepec' aus dem Jahr 1904 kann man lesen:

Characodon garmani Jordan & Evermann ist sehr häufig in einer großen Quelle in der Stadt Durango.

(Quelle: S. E. Meek: The fresh water fishes of Mexico north of the Isthmus of Tehuantepec. Field Columbian Museum - Zoology (5) 1904)

Die Art war zu diesem Zeitpunkt sehr wahrscheinlich schon ausgerottet. Die Gewässer, in denen der Fisch vorkam, wurden ausgiebig zur Bewässerung von Baumwollfeldern herangezogen und auf diese Weise ausgetrocknet.

~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~

Von der Art, die wohl nie in Gefangenschaft gehalten oder gar nachgezüchtet wurde, ist heute nur noch ein einziges konserviertes Exemplar, ein Weibchen, erhalten.

 
Referenzen:

- S. E. Meek: The fresh water fishes of Mexico north of the Isthmus of Tehuantepec. Field Columbian Museum - Zoology (5) 1904