Chioninia coctei   (Duméril & Bibron)


 
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Kapverden-Riesenskink
(Chioninia coctei)

 
syn. Euprepes coctei (Duméril & Bibron), Euprepis coctei (Gray), Charactodon coctei (Troschel), Macroscincus coctei (Bocage), Macroscincus cocteaui (Bocage), Macroscincus coctaei (Peracca)

 
Verbreitung:

Kap Verde: Ilhéu Branco, Ilhéu Raso, Ilhéu Santa Luzia, Ilhéu São Vicente / Ilhas do Barlavento

 
einheimischer Name:

Lagarto (Kapverdisches Kreol)

 
Größe: ca. 50 cm (Länge)

Aussterbedatum: 1940

 
Der Riesenskink lebte bis ins frühe 20. Jahrhundert hinein auf den kleinen Inselchen Branco und Raso, auf den größeren Nachbarinseln Santa Luzia und São Vicente wurde die Art anhand von subfossilen Knochenfunden nachgewiesen. Der Skink war ursprünglich ein Bewohner der, früher einmal existierenden, Trockenwälder, war aber in der Lage, sich den durch menschliches Einwirken veränderten Lebensbedingungen anzupassen und auch in trockenen Lebensräumen zurecht zu kommen.

Das Tier wurde etwa 50 cm lang. Es ernährte sich vor allem von Pflanzen, fraß aber hin und wieder auch kleinere Tiere.

Irgendwann entdeckten die Einwohner der benachbarten Inseln das sich das Fett der Skinke besonders gut als Wundsalbe eignete. So wurden die Tiere massenhaft gefangen und zu Wundsalbe verarbeitet.

Der letzte frei lebende Riesenskink wurde im Jahr 1912 gesehen. Das letzte Exemplar in Gefangenschaft starb im Jahr 1940

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Im Jahr 2005 untersuchten J. A. Mateo, M. G. Márquez und L. F. L. Jurado auf der Insel Santa Luzia den Kot von streunenden Hauskatzen und fanden hierbei einen Oberkieferknochen, den sie einem nicht ausgewachsenen Exemplars des Riesenskinks zuordneten.

Intensive Suchaktionen auf der Insel ein Jahr später blieben jedoch ergebnislos.

 
 
oben:

Kapverden-Riesenskink (Chioninia coctei)


Darstellung aus 'C. França: Le Professeur Barbosa du Bocage. Boletim da Sociedade Portuguesa de Ciências Naturais, Vol. 2, pp. 141-194, 1908'

http://www.biodiversitylibrary.org

 
Referenzen:

- José A. Mateo, Marcos García Márquez, Luis Felipe López Jurado: Primeras evidencias de la supervivencia del Escinco Gigante de Cabo Verde, Macroscincus coctei (Duméril & Bibron, 1839). Boletín de la Asociación Herpetológica Española, Vol. 15(2): 73-75. 2005
- Aurélien Miralles; Raquel Vasconcelos; Ana Perera, David J. Harris; Salvador Carranza: An integrative taxonomic revision of the Cape Verdean skinks (Squamata, Scincidae). Zoologica Scripta 40, 2010