Coua delelandei   (Temminck)


 
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Delalande-Coua
(Coua delalandei)

 
syn. -

 
Verbreitung:

Madagaskar: Nosy Boraha (Île Saint Marie) / Toamasina-Provinz

 
einheimischer Name:

Famakisifotra (Madagassisch)

 
Größe: ca. 65 cm (Länge)

Aussterbedatum: letztmalig 1834 gesehen

 
Die Gattung der Seidenkuckucke besteht derzeit aus elf Arten mit mehreren Unterarten. Alle leben ausnahmslos in Madagaskar. Ihren deutschen Namen verdanken sie ihrem Gefieder, das tatsächlich einen sehr feinen, seidigen Glanz aufweist.

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Der Delalande-Coua war mit 65 cm Gesamtgröße die größte seiner Gattung. Er lebte nur in den dichten Regenwäldern der Insel Nosy Boraha (Île Saint-Marie) vor der Nordostküste Madagaskars.

Über die Lebensweise dieser Art ist leider nicht viel bekannt. Man weiß jedoch, dass sie sich vorzugsweise am Boden aufhielt und sich offenbar vor allem von Schnecken ernährte. Der madagassische Name 'Famakisifotra' bedeutet übersetzt denn auch so viel wie 'Schneckenbrecher'.

Als Hauptgrund für das Aussterben der Art wird die direkte Jagd auf die Vögel durch die einheimische Bevölkerung angesehen, die die Vögel ihrer Federn wegen fingen.

Der Letztnachweis für diese schöne Art erfolgte im Jahr 1834.

 
links:

Delalande-Coua (Coua delalandei)


Darstellung aus 'Alfred Grandidier: Histoire Physique, Naturelle es Politique de Madagascar. Paris: à l'imprimerie nationale, 1876'

(This image is in the public domain because its copyright has expired.)

 
Referenzen:

- Dieter Luther: Die ausgestorbenen Vögel der Welt. Westarp Wissenschaften 1986
- Errol Fuller: Extinct Birds. Penguin Books (England) 1987