Gallirallus lafresnayanus


 
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Pelzralle
(Gallirallus lafresnayanus)

 
syn. Eulabeornis lafresnayanus, Ocydromus lafresnyanus, Rallus lafresnayanus, Tricholimnas lafresnayanus

 
Verbreitung:

N
eukaledonien: Grande Terre

 
einheimischer Name: -

 
Größe: 45 - 48 cm (Länge)

Aussterbedatum: 1890 zum letzten mal sicher nachgewiesen

 
Die große, flugunfähige Pelzralle lebte in den Wäldern Grande Terres, der Hauptinsel der Inselgruppe Neukaledonien, die sehr oft selbst fälschlich als Neukaledonien bezeichnet wird.

Über die Lebensweise der Art ist einiges bekannt. So weiß man, dass sie sich sehr schnell fortbewegte und dabei ihren Schwanz auf und nieder wippte, außerdem konnte sie gut klettern und springen wenn sie verfolgt wurde. In unmittelbarer Gefahr soll sie sich tot gestellt haben, wodurch sie sehr leicht eingeschleppten Raubtieren wie Hunden und Katzen zum Opfer fiel.

Als Nahrung dienten ihr neben pflanzlicher Kost wohl alle Insekten, Schnecken und andere Tiere, die klein genug waren, um von erbeutet zu werden, in Gefangenschaft fingen die Vögel sogar Ratten.

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Das letzte Exemplar dieser Art wurde im Jahr 1890 gesammelt.

Trotzdem gab es zuletzt im Jahr 1984 eine unbestätigte Sichtung der Art und manch ein Ornithologe träumt davon, dass die Pelzralle eines Tages lebend wiederentdeckt wird.

 
 
oben:

Pelzralle (Gallirallus lafresnayanus)


Darstellung aus 'Jottings during the cruise of H.M.S. Curacoa among the South Sea Islands in 1865 by Julius L. Brenchley. London: Longmans, Green, 1873'

http://www.biodiversitylibrary.org

 
Referenzen:

- Dieter Luther: Die ausgestorbenen Vögel der Welt. Westarp Wissenschaften 1986
- Barry Taylor, Ber van Perlo: Rails: A Guide to the Rails, Crakes, Gallinules and Coots of the World. Yale University Press 1998
- David W. Steadman: Extinction and Biogeography of Tropical Pacific Birds. University Of Chicago Press 2006