Homoeodera nodulipennis   (Woll.)


 
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Knotiger Breitmaul-Rüsselkäfer
(Homoeodera nodulipennis)

 
syn. -

 
Verbreitung:

Britisches Überseegebiet Saint Helena, Ascension und Tristan da Cunha: Saint Helena

 
einheimischer Name: -

 
Größe: (?)

Aussterbedatum: (?)

 
Die Gattung Homoeodera, die auf die Insel Saint Helena beschränkt ist, umfasst derzeit vierzehn beschriebene und mindestens eine unbeschriebene Art.

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Der Knotige Breitmaul-Rüsselkäfer ist nur von den zwei Exemplare bekannt, anhand derer die Art im Jahr 1877 wissenschaftlich beschrieben wurde.

Die Art war offenbar an eine einzige Nahrungspflanze gebunden, das Saint Helena-Gummiholz (Commidendrum robustum ssp. gummiferum ((Roxb.) Cronk)), das heute ebenfalls ausgestorben ist.

Siehe hierzu Thomas Vernon Wollaston im Jahr 1877 (Coleoptera Sanctae-Helenae).:

Die einzigen beiden Exemplare dieses wunderbaren kleinen Insekts, die ich bis jetzt gesehen habe, wurden von mir selbst gefangen, früh im Februar, am Rand des gewaltigen Abgrundes oder der Kraterwand (Die den südwestlichen Teil der großen zentralen Bergzuges bildet), unmittelbar oberhalb von West Lodge, - an einem der exponiertesten und windigsten Plätze, die man sich vorstellen kann. So schwierig war es, bedingt durch die Gewalt des Sturms, genau zu betrachten, selbst mit der oberflächlichsten Methode, alles was sich darbot, dass ich beinahe sicher bin, dass ich versehentlich einige Exemplare weggeworfen habe, da ich sie mit Samen von Pflanzen verwechselt habe. Nicht nur ihre tatsächliche augenscheinliche Ähnlichkeit zu Samen, wenn die Beine angewinkelt sind, ist insgesamt fantastisch; denn sie sehen, auf den ersten Blick, eher pflanzlichem Material denn tierischem ähnlich; und es war eher ein Zufall, dass die Symmetrie ihrer Form mich veranlasste, ein Paar davon in meine Sammelflasche zu stecken. Sie wurden zwischen kleinen und abgebrochenen Stöckchen entnommen, ich denke vom gewöhnlichem Ginster; doch ihre direkte Nachbarschaft zu den Büschen von Aster gummiferus [Commidendrum robustum ssp. gummiferum] (oder "Saint Helena-Gummiholz"), die die unzugänglichen Felsen und Flanken unterhalb überziehen, lassen mich vermuten, dass die Art tatsächlich zur Fauna dieses interessanten, jetzt aber rapide verschwindenden baumförmigen Korbblütlers gehört.

 
Referenzen:

- Thomas Vernon Wollaston: Coleoptera Sanctae-Helenae. London: J. Van Voorst, 1877
- Howard Mendel; Philip Ashmole; Myrtle Ashmole: Invertebrates of the Central Peaks and Peak Dale, St Helena. 2008