Hydrodamalis gigas


 
zurück
 
Stellersche Seekuh
(Hydrodamalis gigas)

 
syn. Hydrodamalis stelleri, Manati gigas

 
Verbreitung:

Beringmeer

 
einheimischer Name: -

 
Größe: ca 9 m (Länge)

Aussterbedatum: 1768 letztmalig gesehen

 
Im Vergleich zu den noch lebenden Seekühen war die Stellersche Seekuh ein wahrer Riese, voll ausgewachsen war sie bis zu 9 m lang!

Man nannte sie auch Borkentier, da ihre Haut tatsächlich an Eichenrinde erinnerte. Dieses Aussehen wurde hervorgerufen von verschiedenen schmarotzenden Krebstieren, die ihre Haut bewohnten und deren Oberfläche regelrecht modellierten.

Die Lebensweise der Stellerschen Seekuh entsprach in etwa der der noch lebenden Arten. Die Tiere dümpelten im Familienverband im flachen Wasser umher, immer auf der Suche nach fressbaren Pflanzen. Seetang bildete wohl den größten Teil ihrer Nahrung. Damit war die Stellersche Seekuh das einzige Säugetier, das sich von dieser Pflanze ernährte.

Gejagt wurden die Seekühe, nachdem man entdeckt hatte, das ihr Fett sich gut zur Behandlung von Skorbut eignete.

Die Tiere waren sehr leicht zu überwältigen, da sie nicht vor dem Menschen flüchteten. Selbst wenn ein Tier bereits verletzt oder getötet wurde, blieben die anderen bei ihm und versuchten sogar dem Verletzten zu helfen. Am Ende fiel somit die gesamte Familie den unerbittlichen Jägern zum Opfer.

~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~

1741 wurde die Art entdeckt, bereits 1768 wurde das letzte Borkentier von einem Pelztierjäger getötet.

 
 
oben:

Stellersche Seekuh (Hydrodamalis gigas)


Darstellung aus 'Our Arctic Province : Alaska and the Seal Islands by Henry W. Elliot; New York, C. Scribner's sons, 1886'

http://www.biodiversitylibrary.org
 
links:

Stellersche Seekuh (Hydrodamalis gigas); Schädel


Foto: Alexander Lang

 
Referenzen: