Ursus arctos


 
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Atlas-Braunbär
(Ursus arctos crowtheri (Schinz))

 
syn. Ursus arctos faidherbi (Bourguignat), Ursus crowtheri (Schinz), Ursus faidherbi (Bourguignat)

 
Verbreitung:

Algerien: Djurdjura-Gebirge
Marokko
: Atlas-Gebirge

 
einheimischer Name: -

 
Größe: ca. 1,5 m (Länge)

Aussterbedatum: Letztnachweis 1844 (?)

 
Der Atlas-Braunbär gilt als die einzige rezente (neuzeitliche) Bärenform des Afrikanischen Kontinents und wird manchmal als Unterart des Braunbären betrachtet, mal als eigenständige Art.

Es handelte sich um eine kleinere Form, genau genommen die kleinste der Unterarten des Braunbären.

Bärenknochen sind bereits aus pleistozänen Ablagerungen Nordafrikas bekannt, sie wurden als Ursus arctos faidherbi (Bourguignat) bzw. Ursus faidherbi (Bourguignat) beschrieben. In einigen Höhlen im algerischen Djurdjura-Gebirge wurden darüber hinaus relativ frisch erscheinende Knochen gefunden, die definitiv aus historischer Zeit stammen.

Es ist allgemein bekannt, dass zu Zeiten des Römischen Imperiums allerlei wilde Tiere, eben auch Braunbären, für Schaukämpfe gefangen wurden, dass sich darunter auch Atlas-Braunbären befunden haben, dürfte relativ sicher sein.

Im Jahr 1830 (zu einer Zeit, als die Unterart noch nicht wissenschaftlich beschrieben war) stellte der Zoo von Marseille / Frankreich einen lebenden Atlas-Braunbären aus, den er vom damaligen Marokkanischen Sultan, Mawlay 'Abd al-Rahman, geschenkt bekommen hatte.

Das genaue Aussterbedatum ist nach wie vor ungeklärt, während Überjagung sehr wahrscheinlich einen der Hauptgründe darstellt.

 
Referenzen: